Fr 08.01.2016

Änderung ab heute, Patrick bekommt sein Kraftfutter draussen auf seiner Koppel, aber das Heu in seiner Box – so muss ich ihn nicht vom Frühstück weg holen – und siehe da, er hat schon auf mich gewartet und war SEHR erfreut mich zu sehen!

Heute habe ich schon VORHER deutlich mehr connected: wenn ich in Richtung seiner Box gehe, schaut er hoch, wenn ich stehen bleibe oder die Tür öffne dreht er sich von Heu weg zu mir um, wenn ich meine Hand hin halte, berührt er sie mit der Nase, ins Halfter steigt er gern und freiwillig ein – pretty happy with that!

Heute hatten wir einige Instruktoren auf dem Playground,  die uns, bzw. hauptsächlich natürlich Linda, zugesehen haben. Wir haben uns verteilt.

Ich habe online begonnen und Patrick hatte sich dazu über Nacht was überlegt.  Alles ging relativ gut, bis wir zu „sideways along the rail“ kamen, da gingen mal direkt die Ohren zurück und bei meinem ersten Treffer flogen Füße in meine Richtung. Das war für mich nicht unerwartet, also „passivly persistent in a proper position“ immer weiter bis er seine Einstellung geändert hat, was fast bis einmal around the black arena gedauert hat. Dann einige Squeezes zwischen mit und dem Zaun – wenn ich links war, alles ok, rechts sehr reactiv. Ich habe so lange weiter gespielt, bis er sich wieder eingekriegt hatte und calm wurde.

Dann circling gespielt, sogar Galopp angeboten bekommen, das konnten wir aber nicht halten, weil das Gras sehr rutschig war, weil es heute Nacht ziemlich geregnet hat.  Dennoch habe ich beim travelling den Baumstamm in seinen Weg gebracht und er ist kommentarlos in beide Richtungen GESPRUNGEN! Big „good boy“! Danach habe ich noch etwas mit Schulter herein auf dem Circle gespielt, was erwartungsgemäß zunächst nicht auf Gegenliebe gestoßen ist. Gute Versuche habe ich sofort belohnt und siehe da, nach responsive kam erneut sehr connected – er hat direkt darauf gewartet, dass ich ihm sage, dass er das gut gemacht hat. Na also!

Mein warm-up hat damit recht lang - ca. 40 min gedauert, aber wenn ich hier keine Zeit habe weiß ich es nicht ;-). Gebiss freiwillig nehmen, check! Herankommen zum Aufsteigen – zwei Versuche – getting better.

Vorwärts im Schritt am losen Zügel war sofort da, also habe ich „ride the line“ begonnen, ah herje, Nase stumpen und mit der Schulter weg drängeln – ok, ich hab ja einen Stick ;-), und na klar kann ich die Linien etwas anspruchsvoller gestalten. Bevor wir in tiefere Diskussion geraten habe ich begonnen zu traben – vorwärts heute deutlich besser, wir konnten sogar auf langen Linien die Tritte verlängern! Ich habe außerdem beschlossen (raise your expectations), dass das auch in einer einigermaßen annehmbare Reitpferde-Haltung mit soft touch geht. Patrick war etwas überrascht, aber hat‘s gemacht! Nachdem wir heute vorwärts im Trab hatten, habe ich mit meinen Schenkeln LEICHT seine Rippen nach rechts und links bewegt, das ging zuerst nur mit Unterstützung von meinem Stöckchen aber dann ganz gut.  Auf jeden Fall hat das ne Menge prusten und abschnauben verursacht.

Danach haben wir als Pause eine kleine Schritt-Tour am langen Zügel über weitere Teile des Playgrounds gemacht, auch um den Boden zu checken, wo es tief, oder matschig/rutschig wird.  Als wir überall einmal vorbei waren, sind wir ans Thema Galopp gegangen. Zunächst auf dem Zirkel vorwärts im Trab, angaloppieren (sofort kein Go mehr – das ist erstmal egal) – durchparieren, Richtung wechseln, vowärts und dann wieder Galopp. Mit der Vorbereitung durch meine Rippen-Übung konnte ich sogar beide Hände galoppieren.

Danach wollte ich über den Playground galoppieren, aber sobald man den Zirkel verläßt, verläßt einen relativ schnell auch der Galopp ;-). Kein großes Ding draus machen, vorwärts im Trab bekommen, andere Hand angaloppieren und weiter geht’s.

Irgendwann dachte ich, ich könnte auch im Galopp mal nach vorwärts fragen. Darauf hat Patrick schon gewartet: mein Stick an der Schulter hat  DIREKT zu Bocken geführt, allerdings sehr leftbrain,  hohe, langsame Sprünge. Nach einigen Wiederholungen und Versuchen mich zu beeindrucken, hat er dann doch beschlossen auf mein Schnalzen und Stick anheben mit etwas mehr vorwärts zu reagieren, wobei ich es für heute belassen habe, da er mit so viel Galopp wie heute schon genug außer Atem geraten war.  Außerdem war ich ziemlich happy mit dem Gesamt-Ergebnis.

Ich bin Richtung Arena, Linda und Instruktoren geritten, um unsere Session  dort noch  mit rumstehen und zusehen zu beenden. Als Linda fertig ist, gibt es für die Instruktoren noch eine lange Q&A Session und danach noch eine Führung durch ihren Stall. Ich warte, bis Patrick sein Morgen-Heu gefressen hat und bringe ihn zurück zur Koppel. Er bleibt am Tor stehen, bis ich weg gehe J

Der Nachmittag gehört dem Home-Studies!