Mo 04.01.2016

Patrick mußte morgens erst mal die Beine bis ganz hoch duschen, bevor er in den Stall durfte zum Heu und zum Putzen vom Rest, man war der dreckig!

Um 9h haben wir uns für die Besprechung der Goal-Boards getroffen.

Ein Ziel, dass man nicht sieht, kann man auch nicht treffen“

Es ist immer interessant, wieviel klarer einem selbst manche Dinge werden, wenn man sich die  Zeit nimmt, seine Ziele tatsächlich zu formulieren! Sich hinsetzen, seine LANGFRISTIGEN ZIELE in jeweils einem Satz zu formulieren und daraus die KURZFRISTIGEN ZIELE abzuleiten.

Linda hat darauf geachtet, dass den Zielen DATEN zugeordnet werden, damit der Fokus erhalten bleibt und auch das WIE aufzuschreiben, damit der Weg klar ist. Je klarer Ziele formuliert sind, desto genauer kann die Hilfestellung, die man bekommt.

Eins meiner Ziele für meine Zeit hier, ich möchte besser werden in  „What would Linda do? When? Why?“ (was würde Linda in dieser Situation tun? Wann? Warum?)!

Mein Ziel für heute mit Patrick: Online sein und die 7 Spiele checken – mit linksgehirnhälftigen Strategien im Hinterkopf!

Ich habe gleich am Stall begonnen. Seine erste Aufgabe: stehen und schau mich an! Hat etwas von Longieren, nur dass das Pferd in der Mitte steht ;-). Wann immer seine Aufmerksamkeit woanders war, als bei mir, habe ich angefangen mich langsam um ihn herum zu bewegen, und er war clever genug zu wissen, dass ich ihn „beiße“, wenn ich die Möglichkeit dazu bekomme.

Danach getreu dem Motto „it’s all about the nose“ – habe ich nur seine Nase bewegt (Driving Game). Rückwärts, nach links, nach rechts – das ging alles gut, aber bei tu die Nase an dem Baumstamm wollte er mir immer wieder drum rum gehen anbieten, hat länger gedauert bis er das kapiert hat.

Jetzt waren alle soweit gesattel und fertig, dass wir zusammen zum Playground gegangen und geritten sind. Friendly Game kurz gecheckt (Lacher), Seitwärts am Zaun entlang, auch im Trab (auch kein Thema), Driving sowohl HH als auch VH (gut), Squeeze (geht).

Also zunächst das Yoyo verbessern, das etwas „sticky“ war. Ziel: leichtes Rückwärts und promptes Vorwärts  und don’t let me pick up the stick! Zuerst vor ihm stehend, dann im Stick to me – da wurde es schon mehr diskutiert und auch mal gequiekt, wenn ich einen Treffer gelandet habe!

Wenn wunderts nach der Reiterfahrung: Porcupine-Game – war auch heute aus! HH ging einigermaßen, VH sehr schleppend, aber schnell besser, seitwärts – no way! Rückwärts am Halfter, sehr gut, Vorwärts am Halfter NÖ! Wir haben also die Kombi, ich habe das Seil langsam an und nehme es nach vorne, sobald es straff wird „hab ich dich“ gespielt. Das hat er schnell kapiert.

Dann habe ich das mit Circling Game kombiniert – puh herje, sofortige Schlauchgeräusche. Startposition erwartungsgemäß: ein Trab Tritt und Schritt. Mit der Strategie „passivly persistent“ weiter gemacht und sobald er etwas länger im Trab blieb, habe ich mich für travelling circling entschieden, und siehe da – was zuerst eher nach Jog aussah, ging irgendwann in Trab über.

Recht bald hat er sich mehr Mühe gegeben (Game of Effort), und schon auf mein „Good Boy!“ gewartet, um  zu mir zu kommen für eine Pause, jetzt gab es auch abschnauben, lecken und kauen J.

Weiter mit: halte die Gangart und schau wohin du trittst –travelling circling über Stangen, an denen er zuerst, wie gestern, immer erstmal stehen geblieben ist. Drüber steigen lassen, für ¼ Runde beschleunigen, dann warten! Und HAH – er in diesem Leben sicher kein Springpferd mehr, aber hey, es hat gar nicht sooo lange gedauert, bis er darüber „getrabt“ ist.

Danach aus dem Schritt angaloppieren.  Zwischendrin kamen Jazz und Highland die Straße runter galoppiert Richtung Playground, bei allen Pferden ging die Energie hoch, Patrick hat kurz hin geschaut, das war alles ;-)!

Porcupine seitwärts  und im Galopp bleiben sind am schwersten! Aber ich war für heute zufrieden und habe dann zusammen mit Patrick noch Linda mit Dylano zugeschaut.

Am Nachmittag haben wir geholfen, den Classroom und die Lodge für die Instructor-Conference am Mi/Do vorzubereiten.

Nach einem sehr schönen und sonnigen Tag: wenn hier die Sonne untergeht, wird’s schnell ziemlich kalt. Marion und ich haben noch eine ganze Weile in Lindas Studio gesessen und gequatscht!

Heute abend habe ich für mich gekocht: Couscous mit gedämpftem Brokoli und Blumenkohl, Cranberries und Pecan-Nüsse, gewürzt nur mit etwas Butter, Salz und Pfeffer – jummy lecker! Die beste Idee des Jahrhunderts war außerdem, diesmal hierher DosenVollkornbrot mitzunehmen und bei amazon in einen Milchaufschäumer zu investieren J